Belarus, Estland, Russland und die Ukraine stehen heute vor der Frage, wo und wie sie sich in ihrer näheren und breiteren Nachbarschaft positionieren wollen. Fragen nach der historischen wie gegenwärtigen Stellung in Europa gewinnen demnach immer mehr an Bedeutung. Das übergreifende Thema der Debates on Europe für 2015 und 2016 lautet folglich Nachbarschaft in Europa – Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft, mit Veranstaltungen in den vier genannten Ländern.

Narva, nur durch den gleichnamigen Grenzfluss von der russischen Stadt Iwangorod getrennt und Estlands drittgrößte Stadt, ist der ideale Ort, um Fragen zu Nachbarschaft zu diskutieren: Der russischsprachige Teil der Bevölkerung Estlands, sonst in der Minderheit, bildet in Narva nämlich eine Mehrheit. Was für Modelle können wir für ein Zusammenleben finden? Regional und überregional?

Teilnehmer der Debatte in Narva kommen aus Estland und Litauen, aus der Ukraine und Belarus, aus Polen, Russland, Dänemark und aus den deutschsprachigen Ländern, u. a. Aliaksei Bratachkin, Karsten Bruggemann, Marius Ivaškevičius, Jaan Kaplinski, Evgenija Lezina, Jevgeni Ossinovski, Silke Pasewalck und Lidia Starodubtseva.

Initiatoren: Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung, S. Fischer Stiftung, Allianz Kulturstiftung
Veranstalter: Universität von Tartu, Narva College
Partner: Eurozine, VladOpera e.V. – internationale Kulturprojekte, OSTEUROPA

Fotos

Narva Debate on Europe Programmheft

Podiumsdiskussion Literatur und Identität

Aare Pliv, Antje Contius, Jaan Kaplinski und Marius Ivaškevičius

Antje Contius und Jaan Kaplinski

Podiumsdiskussion Russland und Europa mit Karolina Bochynek

Narva an der Grenze zwischen Estland und Russland

Podiumsdiskussion Narva College – a politico-cultural model? mit Jevgeni Ossinovski