Seit dem Auftakt der Reihe Debates on Europe im Jahr 2012 werden die Debatten stets dort abgehalten, wo die Grundidee Europas auf dem Spiel steht. In internationalen Diskussionsforen, organisiert mit Partnern vor Ort – hauptsächlich in Ost- und Südosteuropa -, addressieren die Debates die dringlichsten Fragen zu Europa. Indem die Debates dort Bürgerbewegungen stärken, wo sie erst am Entstehen sind bzw. unter Druck kommen, fördern und ermöglichen sie offene Debatten zu kulturellen, sozialen und politischen Themen.

Die Debates versammeln führende Autoren, Wissenschaftler, Experten, und Vertreter aus Politik und Zivilgesellschaft in der Absicht, einen Raum für den Austausch von Argumenten, Sichtweisen und Erfahrungen zwischen Ost und West bieten zu können. Teil der Debates sind Reden, Podiumsdiskussionen und Debatten, aber auch persönliche, kleinere Treffen, abseits des offiziellen Programmes, die von genau so großer Bedeutung für das Erarbeiten neuer Sichtweisen sind wie die regulären Podiumsdiskussionen.

„What do we talk about when we talk about Europe?“ fragte die Belgrader Debate on Europe 2014. Die Antwort auf diese Frage hängt davon ab, ob sie von innerhalb der Europäischen Union kommt oder von außen – vielleicht unterscheidet sie sich schon dann, wenn sie aus unterschiedlichen Teilen der EU kommt. Dieses Verstädnis ist der Kern aller Debates on Europe.

S. Fischer Stiftung

Die S. Fischer Stiftung wurde 2003 als private Stiftung der Verlegerin Monika Schoeller gegründet. Die Wahl des Patrons, Samuel Fischer, ist Programm: Die Stiftung widmet sich dem kulturellen, insbesondere literarischen Austausch zwischen den Völkern und fördert die humanistische Kultur im Geiste so bedeutender Autoren wie Fjodor Dostojewskij, Sigmund Freud, Henrik Ibsen, Franz Kafka oder Thomas Mann.

Im Rahmen des kulturellen Austausches fördert die S. Fischer Stiftung seit 2003 Übersetzer und Übersetzungen deutschsprachiger Gegenwartsliteratur in Russland, der Ukraine, Belarus, Ungarn, Polen und der Türkei. 2008 initiierte sie in privat-öffentlicher Partnerschaft das europäische Netzwerk für Literatur und Bücher TRADUKI, an dem Albanien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Deutschland, Kosovo, Kroatien, Liechtenstein, Montenegro, Nordmazedonien, Österreich, Rumänien, die Schweiz, Serbien und Slowenien beteiligt sind (www.traduki.eu).

In der Obhut der S. Fischer Stiftung befinden sich die Nachlässe mehrerer Autoren und der Fotografin Leonore Mau. In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Literaturarchiv Marbach engagiert sich die Stiftung in der Förderung literatur- und kulturhistorischer Forschungsprojekte.

Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wurde 1949 gegründet mit Sitz in Darmstadt.  Sie versammelt rund 190 Mitglieder – es ist ein internationaler Kreis namhafter Schriftsteller, Kritiker, Übersetzer und Wissenschaftler.

Neben der Vergabe von renommierten Preisen, darunter der Georg-Büchner-Preis für deutschsprachige Literatur, begleitet die Akademie die Entwicklung der deutschen Sprache und Literatur, sie spielt eine aktive Rolle bei kulturpolitischen Fragestellungen auch in Kooperation mit anderen Akademien in Europa und sucht einen Beitrag für ein Europa zu leisten, das aus dem Geist des offenen Gesprächs und einer offenen Gesellschaft lebt.

Die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung wird finanziert durch die institutionellen Träger – der Bundesrepublik Deutschland, dem Land Hessen, der Kulturstiftung der Länder und der Stadt Darmstadt – wie auch durch private Sponsoren.

In den Jahren 2012-2018 wurden die Debates on Europe in Kooperation mit der Allianz Kulturstiftung veranstaltet.