Debates on Europe-Panel in Schweden

20. August 2021

Vad gör litteraturen med sin frihet?Was macht die Literatur aus ihrer Freiheit?

In Osteuropa nehmen viele Autorinnen und Autoren schon länger die Rolle derer ein, die die Wahrheit enthüllen. Dadurch kommt der Literatur die Rolle eines wichtigen Korrektivs gegen faktisch unkorrekte Versionen der Vergangenheit und Gegenwart zu, die von repressiven Regimen konstruiert, kolportiert und vorgeschrieben werden. „Lebe nicht von Lügen“ lautet der Titel eines von Alexander Solschenizyns bekanntesten Essays. Und „in der Wahrheit leben“ war das Diktum Václav Havels, der nicht nur sein politisches Programm danach ausrichtete, sondern auch sein literarisches Schaffen. Diese Tradition des Schreibens lebt weiterhin fort und so befassen sich Schriftsteller und Schriftstellerinnen oftmals mit „Erinnerungsarbeit“, die von den Medien und Universitäten nicht ganz zufällig vernachlässigt wird. In dieser Art von Literatur sind Geschichte und historisch-politische, manchmal auch kulturelle Ereignisse Teil eines fluiden, kontinuierlichen Hin und Her und nicht archivierte, abgelegte Fakten. Wie steht es also um das Verhältnis von Literatur und Erinnerung zu Politik? Und welches Wahrheitsprinzip leitet speziell die Lyrik?

Bei der Panelveranstaltung in Göteborg lesen schwedische und internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren Werken und diskutieren darüber, was die Literatur mit und aus ihrer sogenannten Freiheit eigentlich macht.

Teilnehmende: Sergej Lebedew (Autor, Russland), Ida Börjel (Autorin, Schweden), Ola Larsmo (Autor, Schweden), Sanne Kofod Olsen (Dekan der Fakultät für Bildende und Angewandte Kunst der Universität Göteborg) und Carl Henrik Fredriksson (Programmleiter, Debates on Europe).

Veranstaltungszeit und -ort: 1. September, 19 Uhr; Sjöströmsalen, Artisten, Fågelsången 1, Göteborg

Debates on Europe organisiert das Panel gemeinsam mit der Universität Göteborg und in Zusammenarbeit mit PEN Schweden, dem Schwedischen Schriftstellerverein Författarförbundet und dem Göteborger Stadttheater.

Anmeldung zur Veranstaltung unter: jonseredsherrgard@gu.se

Begleitend zur Veranstaltung in Göteborg findet auf Jonsered Manor ein eintägiges Seminar zum Schwerpunkt „Freedom of Expression & Politics of Memory – The Battle for History and the Fight for the Present“ statt. Weitere Informationen dazu: jonseredsherrgard@gu.se

Weitere Details zum Panel unter: https://facebook.com/events/1163466