Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, unserem Partner VoxEurop, und dem Team von ‚Lector in fabula‘, das ein wunderbares Festival mit großartigen Programmpunkten zusammengestellt hat.

Die Aufzeichnung des Debates on Europe Gesprächs auf dem ‚Lector in fabula‘ Festival ist nun online abrufbar. Die Diskussion fand am 25. September 2021 in Conversano, Italien, statt.

Fotos: Mimmo Donghia

Morgen diskutieren Catherine André, Carl Henrik Fredriksson, Marina Lalovic & Iryna Vidanava beim Festival ‚Lector in fabula‘ in Italien über #COVID19 und die Auswirkungen der Pandemie. Das Panel ‚Diagnosis Europe. A viral story about heroes, conspiracies & the Swedish variant‘ wird moderiert von Gian-Paolo Accardo.

Seit mittlerweile fast zwei Jahren beeinflusst die Corona-Pandemie in Europa ganz wesentliche Bereiche des Lebens: Bildung, Arbeit, die Politik und das Gesundheitswesen… Aber die einzelnen europäischen Länder haben sehr unterschiedlich darauf reagiert, abhängig vom politischen Klima und der politischen Kultur im Land, dem Vertrauen in Wissenschaft und Politik, und auch abhängig von geopolitischen Gegebenheiten. Die erste Reaktion aller Länder war hingegen weitgehend identisch: ”jeder für sich”.

Schlussendlich meisterte die EU die Impfherausforderung besser als zunächst erwartet – nach einem langsamen und holprigen Start lief die Organisation der Immunisierung durch verschiedene Vakzine dann auf lokaler Ebene an, angeführt von nationalen Regierungen und Experten aus der Wissenschaft, die auch medial den Diskurs im jeweiligen Land bestimmten. Dabei zeigte sich: Je gespaltener die Gesellschaft, desto mehr Impfskeptiker und Impfgegner gibt es im Land, eine Haltung, die vor allem von radikalen und populistischen Politikern gerne eingenommen wird.

Bei dem morgigen internationalen Panel treffen nun Journalistinnen und Kommentatorinnen aus ganz Europa aufeinander, um die unterschiedlichen Ereignisse während der COVID-19 Pandemie zu reflektieren: dem Beginn der Revolution in Belarus aufgrund nicht greifender Corona-Maßnahmen, den (einsamen) Weg, den Schweden eingeschlagen hat, ebenso wie die Proteste und Demonstrationen gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Frankreich und Osteuropa.

Moderator
Gian-Paolo Accardo Mitbegründer und Editor-in-Chief von Voxeurop (Italien, Niederlande)

Teilnehmende
Carl Henrik Fredriksson Programmleiter von Debates on Europe & Mitbegründer von Eurozine (Schweden, Österreich)
Catherine André Mitbegründerin und Executive Editor von Voxeurop (Frankreich)
Iryna Vidanava* Mitbegründerin und CEO von CityDog.by (Belarus)
Marina Lalovic Journalistin bei Rai News 24 (Italien, Serbien)
*wird live dazugeschaltet

In Kooperation mit Voxeurop

Wir bedanken uns ganz herzlich bei unseren Panellisten für die großartige Abendveranstaltung zum Thema Literatur und Freiheit und bei allen Beteiligten des Seminars auf Jonsered Manor. Ein großes Dankeschön auch an die Universität Göteborg, PEN Schweden, das Göteborger Stadttheater und den Schwedischen Schriftstellerverein Författarförbundet, die die Veranstaltung in Göteborg unterstützt und ermöglicht haben.

Vad gör litteraturen med sin frihet?Was macht die Literatur aus ihrer Freiheit?

In Osteuropa nehmen viele Autorinnen und Autoren schon länger die Rolle derer ein, die die Wahrheit enthüllen. Dadurch kommt der Literatur die Rolle eines wichtigen Korrektivs gegen faktisch unkorrekte Versionen der Vergangenheit und Gegenwart zu, die von repressiven Regimen konstruiert, kolportiert und vorgeschrieben werden. „Lebe nicht von Lügen“ lautet der Titel eines von Alexander Solschenizyns bekanntesten Essays. Und „in der Wahrheit leben“ war das Diktum Václav Havels, der nicht nur sein politisches Programm danach ausrichtete, sondern auch sein literarisches Schaffen. Diese Tradition des Schreibens lebt weiterhin fort und so befassen sich Schriftsteller und Schriftstellerinnen oftmals mit „Erinnerungsarbeit“, die von den Medien und Universitäten nicht ganz zufällig vernachlässigt wird. In dieser Art von Literatur sind Geschichte und historisch-politische, manchmal auch kulturelle Ereignisse Teil eines fluiden, kontinuierlichen Hin und Her und nicht archivierte, abgelegte Fakten. Wie steht es also um das Verhältnis von Literatur und Erinnerung zu Politik? Und welches Wahrheitsprinzip leitet speziell die Lyrik?

Bei der Panelveranstaltung in Göteborg lesen schwedische und internationale Schriftstellerinnen und Schriftsteller aus ihren Werken und diskutieren darüber, was die Literatur mit und aus ihrer sogenannten Freiheit eigentlich macht.

Teilnehmende: Sergej Lebedew (Autor, Russland), Ida Börjel (Autorin, Schweden), Ola Larsmo (Autor, Schweden), Sanne Kofod Olsen (Dekan der Fakultät für Bildende und Angewandte Kunst der Universität Göteborg) und Carl Henrik Fredriksson (Programmleiter, Debates on Europe).

Veranstaltungszeit und -ort: 1. September, 19 Uhr; Sjöströmsalen, Artisten, Fågelsången 1, Göteborg

Debates on Europe organisiert das Panel gemeinsam mit der Universität Göteborg und in Zusammenarbeit mit PEN Schweden, dem Schwedischen Schriftstellerverein Författarförbundet und dem Göteborger Stadttheater.

Anmeldung zur Veranstaltung unter: jonseredsherrgard@gu.se

Begleitend zur Veranstaltung in Göteborg findet auf Jonsered Manor ein eintägiges Seminar zum Schwerpunkt „Freedom of Expression & Politics of Memory – The Battle for History and the Fight for the Present“ statt. Weitere Informationen dazu: jonseredsherrgard@gu.se

Weitere Details zum Panel unter: https://facebook.com/events/1163466

„Ich verspürte die Notwendigkeit, in der ungarischen Kinderliteratur über Vielfalt zu schreiben, denn Orbáns radikales Regime verabscheut und verurteilt jegliche Abweichung von der sogenannten Norm,“ so die ungarische Schriftstellerin Zsófia Bán im Budapest & Beyond Gespräch, das wir Anfang Mai präsentierten. Im Talk mit A. L. Kennedy und Rosie Goldsmith beschrieb die Autorin damals, wie ihr Kinderbuch Vagánybagoly és a harmadik Á, avagy Mindenki lehet más, in dem u.a. ein Mädchen mit zwei Müttern vorkommt, von einer Abgeordneten einer rechtsradikalen Partei in der Lobby des Verwaltungsgebäudes des ungarischen Parlaments in Budapest in Stücke zerrissen wurde.

Aufgrund der derzeitigen Entwicklungen in Ungarn, beispielsweise den kürzlich erlassenen Verboten auch nur der Erwähnung von Homosexualität in Kinder- und Schulbüchern, sind die Talks unserer Gesprächsreihe aktueller denn je.

Außerdem veröffentlichte das renommierte ungarische Magazin Élet és Irodalom in einer Sonderbeilage die Gespräche auf Ungarisch; diese sind auch online abrufbar. Zusätzlich veröffentlichen Voxeurop und Eurozine seit Kurzem englische Aufzeichungen des Budapest & Beyond Events. Wir sind sehr erfreut darüber, dass die Gesprächsreihe dadurch einem breiteren Publikum zugänglich gemacht wird.

Die Aufzeichung unseres Panels „Between Critique and Cohesion. Art and Culture in Divided Societies“ mit Jan Carson, László Földényi und Iryna Vidanava kann man ab jetzt nachsehen. Wir bedanken uns nochmal ganz herzlich beim Deutschen Hygiene-Museum Dresden für die großartige Zusammenarbeit und gratulieren zum ‚Geteilte Heimaten‘-Kongress.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Beteiligten von Debates on Europe: Budapest & Beyond. Defending Intellectual Freedom. Die Veranstaltung war ein anregendes und lebhaftes Ereignis, trotz der heiklen Themen und physischen Entfernung ziwschen denTeilnehmenden.

Alle Talks können weiterhin online abgerufen werden.

In den kommenden vier Tagen diskutieren wir über die Krise der Demokratie in Ungarn, aber auch in Polen und an anderen Orten in Europa.

Die Veranstaltungsreihe wird heute Abend eröffnet: Réka Kinga Papp und Gian-Paolo Accardo sprechen im Auftaktpodium mit Timothy Garton Ash über die größten Schwächen der EU, politischen Optimismus, und darüber, ob Krisen ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Erneuerungsprozesse sind.

Heute ab 19 Uhr (CET)!

Alle Veranstaltungen finden ausschließlich online statt und sind auf der ‚Budapest & Beyond‘-Seite oder unserem YouTube-Kanal abrufbar.

Wir freuen uns auf unser Panel ‚Between Critique and Cohesion. Art and Culture in Divided Societies‘, das im Rahmen des ‚Geteilte Heimaten‘-Konresses stattfinden wird. Der Kongress, der letztes Jahr verschoben werden musste, wird organisiert vom Deutschen Hygiene-Museum in Dresden und findet nun vom 10. bis. 12. Mai 2021 online statt. Die Teilnehmenden unseres Panels sind die Autorin Jan Carson (Nordirland), der Schriftsteller und Akademiker László Földényi (Ungarn) und die Journalistin Iryna Vidanava (Belarus). Die Veranstaltung wird von Carl Henrik Fredriksson moderiert und beginnt am 11. Mai 2021 um 19 Uhr (CET).

Anmeldeschluss für die Kongressteilnahme ist der 30. April.

Alle Informationen zur Anmeldung und das komplette Programm finden Sie hier.

2012 fand die Auftaktveranstaltung der Debates on Europe Reihe in Budapest statt. Heute, bald ein Jahrzehnt später, zählt die ungarische „illiberale Demokratie“ zu einer der größten Herausforderungen des europäischen Integrationsprojekts.

Höchste Zeit Ungarns Rolle in Europa neu zu beleuchten. In Debates on Europe: Budapest & Beyond. Defending Intellectual Freedom werden vom 4. bis 7. Mai Zsófia Bán, Győző Ferencz, Anna Gács, Timothy Garton Ash, Rüdiger Görner, Barbara Stollberg-Rilinger und weitere namhafte Intellektuelle, Autoren und Experten in fünf Events über die Bedeutung der akademischen und künstlerischen Freiheit diskutieren.

Das komplette Programm finden Sie hier. Alle Veranstaltungen finden ausschließlich online statt und werden auf der Website und auf unserem YouTube-Kanal abrufbar sein. Für generelle Updates folgen Sie uns auf Twitter. Für die Veranstaltungen ist keine Anmeldung nötig.